Mal mehr Ausblick als Rückblick

Pünktlich zum Jahresende mache ich mal wieder das, was ich mit am liebsten mache: mich von liebgewonnenen Formaten trennen und mich auf Neues konzentrieren. Mit „Fechner&Waldfee“ liegen zwei wirklich tolle Jahre hinter der fabulösen Frau Waldfee und mir, aber wenn es am Schönsten ist, bzw. man im positiven Sinne den Eindruck hat, „in diesem Format wird’s nicht mehr besser“, dann soll man aufhören und sich auf ein Wiedersehen und eine Zusammenarbeit in einem späteren, anderen Rahmen freuen, wie auch immer der aussehen wird. (Aber vorher gibt’s noch eine Abschiedssendung – kommt rum!)

2017 war krass. Ich hatte viele, viele schöne und ein paar wirklich exorbitant großartige Fotohighlights und Begegnungen, die Familie und insbesondere unsere Kinder machen noch mehr Spaß, als in den Vorjahren ohnehin schon, die letzte Auflage von „Ein Tag mit…“ ist ausverkauft (das war’s Leute – mehr gibt’s nicht!) und neue Ziele für 2018 sind gesetzt.

In den letzten Jahren habe ich neben der Fotografie viel von dem gemacht, was man „ausprobieren und sich-finden“ nennt: ein Buch rausgebracht (2014), eine eigene Sendung produziert und Co-moderiert (2015-2017), einen Podcast gestartet und eingestampft (2015), mich zwischenzeitlich auch zusätzlich als Coach verdingt (2016-2017), das eine oder andere Blog gestartet und wieder eingestampft und jeweils hinterher geschaut, was ich gelernt habe, was ich gut kann und wo ich gescheitert bin, was dazugekommen ist und was bleiben soll.

Die Quintessenz: die Fotografie ist großartig, aber so, wie ich sie mir vorstelle, auch im Rahmen des Fotobloggings kein Selbstzweck. Sie erzählt im besten Falle etwas über die Begegnungen, die ich mit anderen habe, aber je besser ich fotografisch wurde, umso unvollständiger erschienen mir die Ergebnisse, denn am Ende haben die Personen vor der Kamera ja nicht nur etwas zu zeigen, oder zu inszenieren, sondern auch etwas zu erzählen und das wurde mir mit der Zeit immer wichtiger, weshalb ich mit dem „Kulturhaus Fechner“, das alle anderen meiner bisherigen Blogs ersetzt, auch einen neuen Podcast und andere mehr oder weniger umfangreiche Interviewformate an den Start gebracht habe.

Worum geht es? Kunst, Unterhaltung, gesellschaftliche Diskussionen mit interessanten Gesprächspartnern und am Ende auch um das: einfach mal miteinander ins Gespräch zu kommen jenseits von 140 Zeichen, Emojis und überhitzten „Debatten“ in den sozialen Netzwerken. Stattdessen: Zwei Mikrofone, ein Tisch, Zeit für gute Gespräche und sehr viel Kaffee.

Ich freue mich auf 2018. Ich freue mich auf tolle Paare, die ich am Hochzeitstag fotografisch begleiten darf, auf Künstler, die ich in Szene setzen darf, auf viele, viele neue und alte Gesprächspartner und Interviews und sicher auch wieder die eine oder andere Überraschung. In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt, im November eine Planung für das jeweils kommende Jahr zu machen, die aber meist in der Jahresmitte schon hinfällig oder erfüllt war und die spätestens am Jahresende überholt oder beiseite gedrängt wurde. Ich bin gespannt.

2018, ich komme!

Marco

 

 

Post Author: Marco Fechner

Fotograf, Interviewer, Optimist, Kaffeetrinker. "Du bist, was Du tust."

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